Corona Wirrwarr

Corona-Wirrwarr

Liebe Mitglieder.

Seit Beginn der Corona-Einschränkungen im Sport haben die Verbände und Vereine sich gegen pauschale Verbote gewehrt. Es gibt keine Hinweise darauf, dass es im Sport größere Infektionsschwerpunkte gibt. Soweit es den Tanzsport in Berlin betrifft, sind keine Fälle bekannt, bei denen die Infektionsquelle im Sportbereich lag. Aber in den wenigen Fälle im Tanzsport wurde verantwortungsbewusst und umsichtig nach den gebotenen Regeln gehandelt.

Aber nun sind wir wieder Opfer eines Rundumschlags. Der Sport wurde mit dem aktuellen Lockdown wieder fast auf null zurückgefahren. Die neue Anordnung, nur Kaderpaaren das Training in den Clubräumen zu erlauben, ist für uns nicht plausibel . Auch die Beschränkung dabei auf nur 1 Paar zur selben Zeit in einem Raum ist wenig sinnvoll und nicht vermittelbar. Dabei wird weder die Raumgröße noch die Raumhöhe mit berücksichtigt. Ein Raum wie unsere Aula mit ca. 200 qm und einer Höhe von ca. 8 m wird hier gleichgesetzt mit erheblich kleineren und niedrigeren Räumen. Aber wer versteht schon immer die Politik.

Entscheidungen der Politik auf solcher Grundlage sind unverständlich und erhöhen nicht die Akzeptanz der Einschränkungen. Die unterschiedliche Behandlung von Kaderathleten und den Nichtkader-Sportlern führt auch zu Verärgerungen und Verlust der Solidarität in den Vereinen. Aber genau das dürfen wir nicht zulassen. Jetzt ist Zusammenhalt und Stärke gefragt. Gemeinsam können wir etwas tun. Wir werden gemeinsam mit LTV und LSB uns um Verbesserungen bemühen. Es gibt viele Argumente für eine maßvolle Öffnung für den Sport. Der Status im Sommer war ein guter und vernünftiger Kompromiss. Dort sollten wir wieder hinkommen.

Auch der Sport muss Einschränkungen wegen Corona mittragen. Aber die Entscheidungen müssen rational und die Einschränkungen sinnvoll und nachvollziehbar sein.

Wir bleiben weiter am Ball.

Euer Vorstand

Posted on: 18. November 2020Wilhelm Sommerhäuser